Australier
G’day and No Worries – die Mentalität der Australier und einige Dinge, die man über Australien wissen sollte
Frühaufsteher Down Under
Australier sind Frühaufsteher. Ob es an daran liegt, dass es schon so bald morgens hell wird, oder an den vielen lauten Vögeln, die mit Sonnenaufgang anfangen verrückt zu spielen, weiß wohl keiner so genau. Aber eins ist sicher: je früher, desto besser. Manchmal sieht man Leute um 6 Uhr morgens joggen. Andere haben schon vor der Arbeit den Haushalt erledigt. Viele australische Kommilitonen finden es überhaupt nicht seltsam, sich um 8 Uhr morgens zu einem Gruppentreffen zu treffen, dass doch auch erst drei Stunden später beginnen könnte. Auch als internationaler Student gewöhnt man sich schnell daran, früh aufzustehen – schließlich will man ja nichts verpassen.
Öffnungszeiten der Geschäfte
Zwar beginnt der Tag der Australier sehr früh, genauso bald endet er aber auch. Wenn man sich nach einem langen Tag denkt, man könne noch einmal schnell einkaufen gehen, wird daraus meistens nichts. Die Supermärkte schließen in der Regel spätestens um 18 Uhr. An einem Tag in der Woche haben sie allerdings länger geöffnet. Aber auch alle anderen Läden schließen recht früh. Um 17 Uhr sind die Geschäfte in Einkaufszentren und in den Straßen bereits geschlossen und die Angestellten haben Feierabend. Bessere Öffnungszeiten im Verhältnis zu Europa haben aber die Banken.
Service, Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft
Die Banken haben nicht nur bessere Öffnungszeiten sondern auch den deutlich besseren Service. Man wird kompetent beraten und nebenbei wird man noch gefragt, ob es einem auch gut gehe und was man zur Zeit so mache. Die Angestellten interessieren sich für das Leben ihrer Kundschaft, sind dabei aber nicht aufdringlich. „How are you?“ ist der Beginn eines kurzen Gespräches, der den Aufenthalt in den meisten Geschäften und vor allem in Banken und Behörden etwas freundlicher gestaltet. Ohnehin sind die Aussies sehr freundlich und hilfsbereit. Weiß man einmal nicht weiter, reicht schon ein fragender Blick und man wird – anders als in den meisten Kulturen Europas – angesprochen, ob einem weiter geholfen werden kann.
Pünktlichkeit und angebliche „laziness“
Man kann nicht behaupten, dass Australier immer unpünktlich sind. Manchmal kommt es aber schon vor. Was aber mit Sicherheit gesagt werden kann, ist, dass es keinesfalls schlimm ist, zu spät zu kommen. Ob bei einem Treffen mit Freunden oder zu Vorlesungen an der Universität – es scheint Australiern nichts auszumachen, wenn man verspätet erscheint. „No worries“, heißt es dann. Bei wichtigen Terminen sollte man aber pünktlich sein. Unpünktlichkeit wird in diesem Fall mit Unzuverlässlichkeit und Unfreundlichkeit gleichgesetzt . In diesem Zusammenhang soll auch die angebliche Faulheit der Australier angesprochen werden. Oft heißt es, Australier seien „lazy“. Dieses Wort trifft es aber eigentlich nicht. Australier sind aktiv und vor allem in den Städten findet man kein „lazy life“. Was aber zutrifft, ist die Tatsache das Australier relaxter sind und viele Dinge oftmals lockerer angehen. „No worries“ trifft es auch hier sehr gut.
Busfahrer – ein gutes Beispiel für das Gemüt der Australier
Die meisten Busfahrer sind ein tolles Beispiel für die Mentalität Down Under. Egal ob bei Tag oder Nacht, australische Busfahrer sind meistens bester Dinge. Sie grüßen die Fahrgäste, sind eine Hilfe beim Ticketkauf und bei Fragen hinsichtlich der Route und des richtigen Busses. Die Fahrgäste revanchieren sich für diese Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft und verabschieden und bedanken sich bei den Busfahren beim Aussteigen.
Alles in allem lässt sich feststellen, dass die Mentalität der Australier und der länger in Australien lebenden Menschen sehr stark vom Klima und von der multikulturellen Gesellschaft geprägt ist. Sicherlich stimmen die oben genannten Attribute nicht auf jeden Australier zu, generell kann man aber von Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und Offenheit sprechen, wenn man Australier beschreibt.

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